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Nachreichend noch ein Eintrag eines Ausflugs vom vergangenen Wochenende.

Während eine Mannschaft von Kursmitgliedern eine Bootstour vor Karlskrona unternimmt, haben sich Hana, Matthias und ich überlegt, eine Radtour zu den besonderen Plätzchen der Stadt zu machen.

Ab zum Fahrradverleih also und schon konnte es losgehen: Nach einer kurzen Testrunde durch die Innenstadt machten wird uns auf nach Trossö und weiter nach Dragsö, kleinere Inseln Karlskronas.
Die Gegend um Brådaholmen ist besonders für seine kleinen Cottage-Häusschen im schwedischen Stil bekannt. Auf jeden Fall einen Besuch wert!!







Nach einer ausgiebigen Stärkung beim Fischrestaurant "Fräsk Fisk", wo ich endlich zum ersten Mal seit meiner Ankunft die Möglichkeit bekam, die schwedische Küche zu testen - es gab gebackenen Hering mit Potatismos (Kartoffelpürree) und Lingonsylt (kommt der Preiselbeermarmelade am nächsten) , unglaublich gut - waren wir dann wieder top motiviert für den nächsten Programmpunkt.
Bis zum Nachtisch hatten sich auch die Regenwolken verzogen, die uns fast in Bedrängnis gebracht hätten, und so besuchten wir am Nachmittag noch ein Festival am Hafen Karlskronas.

Mit dem Boot gings am Donnerstag quer durch die Schärenlandschaft vor der Küste von Karlskrona. Das Städtchen ist berühmt für seine Inseln, die seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.
Nach ca. zwei Stunden Fahrt erreichten wir die am weitesten entfernte Insel Stensholmen, die besonders durch ihre malerische Landschaft und ihre unglaubliche Ruhe von sich überzeugt.

Fazit - Noch schöner gehts kaum noch!



Blick auf kleine Fischerhäuschen bei der Ankunft am Hafen...



Schnappschüsse bei einem Spaziergang auf der Insel.


Fahrräder als einziges Fortbewegungsmittel auf der Insel - Autos gibts hier weit und breit keine...


Beim Hardcore-chillen und Picknicken am Strand.

Am Mittwoch wurden wir von unseren Lehrerinnen Anne und Ann-Kathrin in die hohe Kunst des schwedischen Gesellschaftsspiels "Kubb" eingeweiht.
Bei dem Geschicklichkeitsspiel geht es darum, mit Holzklötzen die gegnerischen Holzwürfel umzuwerfen, dabei aber den König in der Spielfeldmitte unberührt zu lassen.

Das klingt jetzt so einfach - war es aber nicht! In Wahrheit hatten wir leider einige Probleme was unsere Treffsicherheit anbelangt. Und so konnten wir auch trotz der Zielgenauigkeit von Tamás und Sylvain einer 2:0-Niederlage nicht entgehen. Unser Team scheiterte kläglich.
Spaß gemacht hat es aber trotzdem!


Fröhliche Gesichter noch zu Beginn des Spiels (gemeinsam mit Teamkollege Mario)...


Versuch einen Holzwürfel der gegnerischen Seite zu treffen...


Ratlosigkeit bei den Teamkollegen (von rechts: Matthias, Tamás, Sylvain, Piotr und Alberto)...


... dafür freut sich Anna Maria von der gegnerischen Mannschaft über ihren Sieg!


Enttäuschung und Fassungslosigkeit dagegen bei meinem Team ;)

Tour zur Insel Aspö

Der Wettergott meinte es wieder einmal gut mit uns, als wir uns am Montag zu unserem Ausflug nach Aspö, der zweitgrößten Insel der Schärenküste vor Karlskrona aufmachten.

Nach dem Vormittagsunterricht ging es los: Eine Fähre brachte uns in einer 30 minütige Fahrt
ans andere Ufer - die Stimmung war sehr gut, gespannt auf das, was auf der anderen Seite auf uns zukommt.


Wieder auf festem Boden gelandet, erwartete uns schon eine Herde uralter gelber Drahtesel. Nach einer kurzen Überprüfung der Fortbewegungsmittel und ihrer Fahrtüchtigkeit (Bild unten) konnte die Expeditionstour dann losgehen.
Quer durch die gesamte Insel radelten wir mit Lina, unserer "Touristenfürherin" und Lehrerin an forderster Front, zu unserem ersten Rastplatz. Vorbei ging es an unberührter Natur und kleinen kitschigen, aber sehr schönen schwedischen Häuschen, quer durch den Wald über Stock und Stein bis zum anderen Ufer der Insel.





Auf jeden Fall ein Geheimtipp!
Nach ausgiebigem Bestaunen der überragenden Landschaft und der atemberaubenden Aussicht ging es dann daran, "Kurvars" (schwedisch für Würstel) zu grillen.

Unser zweiter Haltepunkt war dann ein kleines Kastellett, dessen Kulisse wir für ein gemeinsames Gruppenfoto nutzten.

Besuch beim Marinemuseet

Damit niemand sagen kann, ich hätte hier in Karlskrona nichts gelernt!:)
Voller Stolz präsentiere ich euch meinen ersten Zeilen auf Schwedisch -

I går gick vi till centrum och vi besökte Marine Museet i Stumholmen. Vädret var gänska varmt men lite blåsigt. Bra!
Första har vi en introduktion om Karlskronas historia. Där finns originalmodeller och utställningaren utomhus. Under museet finns också en tunnel – det var mycket intressant!
Efter besöket vi äter mycket glass – för mycket glass!

Men, tack så mycket Lina för en trevlig dag!

Unglaublich oder??








"Eisschlacht"

Ein kleiner Beitrag sei dem nicht ganz so kleinen Dessert gewidmet, das wir uns nach dem Besuch des Marinemuseums gegönnt haben. Aber seht selbst, ich denke, die Fotos sprechen für sich!





:)

"Kaaspatzl" kochen...

Erst dachte ich mir noch, es sei als Scherz gemeint, als meine österreichische Sprachkurs-Kompisar Anna Maria ganz stolz verkündete, sie hätte DAS ultimative Kochutensil der österreichischen Küche mit nach Schweden mitgebracht - ein Spätzle-Teig-hin-und-her-fahr-Teil mit Löchern für Käsespätzle-zum-selber-machen nämlich!

Im ersten Moment blieb mir wohl der Mund offen, beim nächsten vollständigen Gedanken war eines aber sofort klar - dieses Werkzeug musste getestet werden!

Gesagt getan also - am Montag war es dann soweit:
Das Besorgen der Ingredienzien war uns ein Leichtes, gab es uns die Möglichkeit, unsere gewonnenen Kenntnisse in der schwedischen Sprache auszutesten.
Unsere Zutaten: mjöl, vatten, salt, eier, lok och ost - also Mehl, Wasser, Salz, Eier, Zwiebeln und Käse.

Nach geschlagenen zweieinhalb Stunden Aufenthalt in der Gemeinschaftsküche in Minervavägen (Lachen hier nur für die Kamera ;))

staunten unsere ausländischen Freunde, ca. 20 an der Zahl (!!),


dann nicht schlecht, was die österreichische "Haute Cuisine" zu bieten hat.


Sogar den italienischen und französischen Landsleuten hats geschmeckt!
Ein erfolgreicher Abend also, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Ein Dankeschön an Jordi Gonzalez del Cerro für das Beisteuern der Fotos!


Tag 3 meines sehr lustigen Intensivsprachkurses in Karlskrona - wir machen uns auf ins nahegelegene Karlshamm, um uns ein schwedisches Kindertheater "Emil i Lönneberga" der schwedischen Autorin Astrid Lindgren anzuschauen!
Klingt so einfach, war es aber nicht - gefreut hab ich mich aber doch über jedes Wort, das ich verstanden habe.
Und auch wenn mir der Ausflug gezeigt hat, dass es noch sehr sehr viel zu lernen gibt, hat es sich auf jeden Fall ausgezahlt, schwedischen Kindern beim herzhaften Lachen und gespanntem Warten auf "was da wohl kommt" zuzuschauen und mit ihnen mitzufiebern!

Ein gelungener Trip also, den ich so schnell nicht vergessen werde!

Baden ist angesagt!

Großer Jubel war aus dem Bibliotheksgebäude der BTH am zweiten Tag des EILC-Sprachkurses zu vernehmen - Hitzefrei!!
Naja fast, wir durften aufgrund "guter Führung" und bravem Mitarbeiten - und weil auch die Professorinnen das schöne Wetter unbedingt nutzen wollten - früher als geplant den Kurs verlassen.
Das schöne Wetter mit fantastischen 28 Grad machte uns die Entscheidung, was wir mit dem Nachmittag anfangen könnten, nicht schwer - ab ins kühle Nass!
Wir machten uns also ausgestattet mit Badehoserl und Bikini auf die Suche nach einer ansprechenden Bademöglichkeit. Und die ließ nicht lange auf sich warten: Gerade mal 10 Gehminuten vom Unigelände entfernt entdeckten wir ein besonders nettes Fleckchen von Karlskrona.



Idyllischer und malerischer hätten wir uns unsere erste Begegnung mit der schwedischen Küste kaum vorstellen können.



Traumhaft schön!

Wenn man von den kleinen Meeresbewohnern absieht, ich sage nur meduzaaaaa!!:)
Es stellte sich aber heraus, dass diese kleinen Tierchen - ca 4 cm groß - also eh ganz lieb und ungefährlich sind.
Fazit, in Schweden machen mir sogar Quallen im Wasser nichts aus!

Und zur Information an meine liebe Schwester - kleine Mini-Aale hab ich auch gesichtet!

Und die Reise geht los

Über einen kleinen aber feinen - und vor allem billigen - Umweg über Düsseldorf habe ich mich auf den Weg von München nach Kopenhagen bis nach Karlskrona gemacht.
Nach dem wie erwartet mühsamen Einpacken die Tage zuvor und einer herzlichen Verabschiedung von meinen Eltern und Freunden ging es dann endlich los. Denn Schweden muss ja schließlich erobert werden!

Nach den recht angenehmen, weil viel Beinfreiheit, aber doch wie immer recht wackeligen Flügen mit einer deutschen Fluglinie folgte die Ungewissheit am Gepäckschalter vor dem Rollband 5 am Kopenhagener Flughafen Kastrup - kommt das Gepäck - oder kommt es nicht?*bibber*
Aber alles ging gut, es kam, mit großer Verspätung, aber es kam, und Simi war überglücklich.

Erste Impression vom Zug aus...

Vollbepackt ging es also auf, den richtigen Tog (Zug) nach Karlskrona über Malmö zu finden. Wie ein kleines Kind habe ich mich dann auch gefreut, endlich zum ersten Mal die Öresundbrücke nach Schweden zu überqueren um im Land mit Blau-Gelber Fahne nun meine Zelte aufzuschlagen.
Schweden empfing mich dann zwar mit Regen, die frische Meerbrise am Ankunftsort Karlskrona ließ mich dann aber schnell wieder vergessen.

Einige Male hat mich der reibungslose Ablauf meiner Reise durch meine anscheinend doch recht gute Organisation im Vorfeld schon fast stutzig gemacht. Es ist alles gut gegangen - meiner Eroberung steht also nichts mehr im Weg!:)